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Bei SDG 4 der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN geht es um inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung, die gewährleistet werden und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern soll. Aber wie kann das gelingen, wenn der Lehrkräftemangel stetig steigt und Deutschland im Bereich der digitalen Bildung im weltweiten Vergleich hinterherhinkt? Wie kann eine digitale Transformation und nachhaltige Schulentwickung realisiert werden?

Mit Erfüllung von SDG 4 sollen folgende Ziele erreicht werden (Quelle BMZ*):

  • gleichberechtigter Bildungszugang für alle
  • Zugang zu frühkindlicher Bildung, welche auf die Grundschule vorbereitet
  • alle Kinder sollen eine kosten­lose, ge­rechte und hoch­wertige Grund- und Se­kun­dar­bil­dung ab­schließen.
  • Zugang zu hochwertiger beruflicher Bildung und Hoch­schul­bildung
  • Mehr Jugendliche und Erwachsene sollen über Fähig­keiten für Be­schäf­ti­gung und menschen­würdige Arbeits­plätze verfügen.
  • Alle Jugendlichen und ein großer Anteil der Erwachsenen sollen Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse erlangen.
  • Alle Lernenden sollen Fähigkeiten für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung erwerben.

*BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Zudem heißt es auf den Seiten des BMZ:

„Bildung ist ein Menschenrecht und Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung: Eine gut ausgebildete Bevölkerung ist Basis für die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, nachhaltigem Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Entwicklung. Bildung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, stärkt die Rolle der Frau und ermöglicht gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe.“

Teilhabe geht aber nicht mehr ohne digitale Medien, ohne digitale Bildung!

Zu den Kernkompetenzen „Lesen, Schreiben, Rechnen“ ist mittlerweile „Digitalität verstehen und anwenden“ hinzugekommen – oder sollte es sein. In einer zunehmend digitalen Welt, in der bald alle Prozesse und Abläufe digital unterstützt oder komplett digital ablaufen, ist es im Sinne von SDG 4 ein MUSS, digitale Bildung als 4. Schlüsselkompetenz zu sehen.

Wie nun aber können ALLE Kinder und Jugendlichen gleichberechtigten Zugang mindestens zu den 4 Schlüsselkompetenzen bekommen, wenn es einen Lehrkräftemangel gibt? Zudem viel zu wenig IT- und Medien-Experten – nicht nur in Schulen?

Bisher läuft das mehr schlecht als recht, selten nachhaltig und nicht hochwertig – oft werden in Schulen Kenntnisse vermittelt, welche nicht für eine digitale Lebens- und Arbeitswelt sinnvoll sind. Echtes Beispiel aus einem Oberstufenprofil IT & Medien, in dem der 11. Jg in Informatik ausschließlich MS-Excel lernt. Und in Medienkunde nur Adobe Photoshop. DAS ist keine nachhaltige oder qualitative digitale Bildung. Es fehlen unfassbar viele notwendige Kenntnisse, anfangen bei Datenschutz und Sicherheit, digitaler Kommunikation, Fake-News, KI, und, und, und.

Wie hatten in der Corona-Zeit Homeschooling / Distanz-Unterricht funktioniert, da es kaum technischen Support gab, kaum technische Ausstattung und so gute wie keine Erfahrungen damit? Beschämend schlecht für ein Industrieland wie Deutschland! Wie können Medien- und Digitalisierungs-Knowhow zukünftig IN Schulen verfügbar gemacht werden?

Die Lösung in Kürze:

Honorarkräfte & Quereinsteiger in Schulen einsetzen.

Dies wird nur durch den Einsatz von freiberuflichen Honorarkräften / Consultants sowie Quereinsteigern aus anderen Berufen funktionieren, denn sie sind die Einzigen am Arbeitsmarkt, welche wenigstens zeit- und/oder projektweise verfügbar sind oder im Laufe ihres Berufslebens (zu spät für ein Lehramts-Studium) festgestellt haben: Lehren ist meins.

Grundsätzlich geht es darum, Schulen bei der digitalen Transformation und der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Sie brauchen heutzutage multiprofessionelle bzw. interdisziplinäre Teams. Die Idee der Co-Edu-Plattform beruht darauf, Freiberufler als Honorarkräfte in Schulen, bei Schulträgern und (Bildungs-) Institutionen einzusetzen. Dies schwerpunktmäßig im Bereich der digitalen Bildung / Digitalisierung und BNE, aber nicht nur! Seit März gibt es neue Kategorien – bedingt durch den Krieg in der Ukraine.

Die Betreiber der Co-Edu Plattform sehen den Bedarf an Honorarkräften im Bildungsumfeld in folgenden Tätigkeitsfeldern:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • IT-Support und Administration
  • Datenschutz
  • Lehrkräfte-Fortbildungen
  • Kurs- und Content-Entwicklung
  • Webdesign & LMS- und Anwendungs-Entwicklung
  • Sozial- und Sonderpädagogik
  • etc.

Durch den Ukraine-Krieg bedingt jetzt auch vermehrt:

  • DAZ-Lehrkräfte
  • Dolmetscher/Übersetzer
  • Lehrkräfte und Erzieher:innen aus der Ukraine

Mit der Vermittlungs-Plattform Co-Edu.de möchte der betreibende Verein (sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld, Holstein) einerseits den hohen Personalbedarf in Schulen bedienen und damit helfen, SDG 4 besser zu erfüllen. Aktuell natürlich auch den aus der Ukraine geflüchteten Kindern und Jugendlichen helfen, besser im deutschen System zurechtzukommen. Es können auch Institutionen wie Gemeinden und Hilfsorganisationen auf Co-Edu.de zurückgreifen UND: Arbeitssuchende Ukrainer:innen sich eintragen.

Die Nutzung ist kostenfrei (kann aber durch Mitgliedsgebühren kostenpflichtig gemacht werden). Eine Registrierung ist grundsätzlich erforderlich. Dies passiert automatisch während des Eintragens eines Consultant- / Bewerber-Profils beziehungsweise während des Ausschreibens von einem Job / Position. Neben der kostenfreien eigenständigen Nutzung von Co-Edu gibt es eine buchbare aktive Vermittlungsarbeit, welche vom Betreiber angeboten wird. Hierbei entstehen im Erfolgsfall Personal-Vermittlungs-Provisionen.

Siehe gerne auch unser Pitch-Video vom UpdateDeutschland Hackathon an (aus 2021, seitdem hat sich der IT-Fachkräftemangel wieder deutlich verstärkt (wie vor der Corona-Pandemie).

Ein Beitrag  auf LinkedIn gibt mir heute den Anstoß dafür, endlich offiziell Co-Edu.de bekannt zu machen. Der unerwartete, schlimme Ukrainekrieg hat mich davon abgebracht. Es ist auch wirklich ein komischer Gedanke, dass ich den 22.2.22 als Starttermin für Co-Edu gedacht hatte und an dem Tag die Vorzeichen des Angriffkrieges ab 24.2. zu sehen waren.

Dabei sollten wir doch Alle die Welt zu einem besseren Ort machen wollen! Nachhaltige Entwicklung? Leider werden die #SDG´s gerade massiv mit den Füssen getreten …

Auf jeden Fall stand im Beitrag von Silke Weiss z.B.: „In Zukunft werden zehntausende Lehrer:innen fehlen, … 20.000 – 80.000! Diese Lücke kann nicht mehr allein durch Lehrkräfte gefüllt werden, es werden Quereinsteiger gebraucht!“

Doch das ist nicht alles: Es fehlen bereits deutlich mehr IT-Fachkräfte! Wie also soll digitale Bildung gelingen können? Die Transformation des Bildungssystems ins digitale Zeitalter?

Nun: Davon rede ich* bereits seit 2018 !

*Susanne Braun-Speck, Entwicklerin von Co-Edu.de – Damals schrieb ich Karin Prien und dem Bildungsministerium in SH, hatte Kontakt mit dem #BMBF und auch mit der Staatssekretärin von Dorothee Bär. Das BMBF sagte, auch das wäre Ländersache. Nun, da sind wir also wieder im föderalen #Bildungssystem, welches in vielerlei Hinsicht nicht zielführend ist.

Theoretisch sind auch Digitalpakt-Mittel verfügbar, womit externe Fachkräfte in Schulen bezahlt werden können.

In einer Pressemittellung des BMBF bzw. von Bettina Stark-Watzinger und Karin Prien vom 4.3.22 heißt es zur Beantragung von Mitteln aus dem Digitalpakt: „ … sie verfügen oft nicht über ausreichendes und hinreichend qualifiziertes Personal, um zügig die Mittel beantragen zu können. Hier braucht es unkomplizierte Verfahren und eine Finanzierung externer Beratungskosten. …

Weiterhin steht dort: „Im Digitalpakt waren 500 Millionen Euro zur Förderung von Administratoren geplant, die sich um die digitale Technik kümmern sollen. … Im Zusatzprogramm für Administratoren flossen bisher rund 11 Millionen.

Doch z.B. in der Schleswig-Holsteinischen Digitalpakt-Richtlinie sind Honorare / externe Berater nicht Gegenstand der Förderung (Stand: 11/2020.). Wie hätten sie hier also abgerufen werden können? Im Digitalpakt des Bundes sind aber tatsächlich projektvorbereitende und –begleitende Beratungsleistungen externer Dienstleister…“ vorgesehen, siehe Ziff. 3.2.4, siehe Quelle)

Das heißt: Es ist möglich! Freiberufliche IT- und  Medien-Berater können in Schulen arbeiten!

Ich war in den letzten Monaten überwiegend mit Technik beschäftigt und habe diverse digitale Kunden-Projekte realisiert und Workshops gegeben. Corona war präsent. Jetzt die schlimmen Entwicklungen in der Ukraine (mein Hilfsprojekt: kijuaa.de)

Doch Co-Edu.de ist auch fertig!

Du bist Freiberufler? Referent für digitale Bildung? IT-Consultant? Netzwerktechniker oder Systemadministrator? Trage gerne dein Profil auf Co-Edu.de ein und lasse Dich in Zukunft von Schulen, Schulträgern, Weiterbildungs-Instituten finden und buchen.

Wer sein Profil auf Co-Edu.de sehr informativ und zielgerichtet ausfüllt, kommt mit auf die Startseite!